Review

Zu Werbezwecken wird King Kong von seiner Insel Richtung Tokio befördert, doch Godzilla ist gerade aus seinem Schlaf erwacht und so kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Giganten.

Vorweg: Ich kenne nur die deutsche Fassung, die auf der amerikanischen Version beruht, in der gegenüber der Urfassung neue Musik eingespielt, Kürzungen vorgenommen und offensichtlich neue Szenen, wie die erklärende Eröffnungsszene, eingefügt wurden. Wegen mangelnder Vergleichsmöglichkeiten werde ich hierdrauf nicht näher eingehen und ohne Umschweife loslegen.
Dies ist der erste Leinwandauftritt von Godzilla in Farbe und nach dem ernsten ersten und den in Ansätzen komischen zweiten Teil schlug man nun komplett komödiantische Wege ein. Auf Seiten der Menschen gibt es viele klamaukige Handlungen und Dialoge, wobei der Chef des Pharmakonzerns, der King Kong zu Werbezwecken holen möchte, all das verkörpert, was man mit asiatischem Overactinghumor verbindet.
Auch die Schlachten zwischen Godzilla und King Kong sorgen für Heiterkeit. Dieses Aufeinandertreffen wird beiden Monstern gerecht und lässt keinen als überlegenen Sieger dastehen. Sowohl die Urzeitechse als auch der Riesenaffe können in Einzelauftritten nach Herzenslust wüten (Godzilla darf nach seiner Auftauung [im vorherigen Film "Godzilla kehrt zurück" wurde er eingefroren] dem Militär auf die Pelle rücken und Gebäude in Schutt und Asche legen und King Kong auf seiner Insel gegen einen Riesenoktopus antreten und in altbekannter Manier in der Stadt mit einer Frau in der Hand ein Gebäude erklimmen), um dann im Mittelteil kurz und am Ende lange miteinander zu balgen. Jeder der beiden Kontahenten ist mit Stärken und Schwächen ausgestattet. So ist King Kong wesentlich kleiner als G. und nicht feuerfest, während Godzilla im Vergleich zu ihm ein Spatzenhirn besitzt und Schwächen gegen Strom zeigt. Die beiden kullern sich gegenseitig durch die Gegend, Godzilla sengt King Kong das Fell an, dieser wirft mit Felsbrocken und verteilt Stromschläge mittels eines zuvor erhaltenen Blitzschlages.
Bei den Monsterkostümen gibt es positives und negatives zu verzeichnen. Godzilla gefällt durch sein schlankes Äußeres und die hervorstechenden Zacken auf dem Rücken. King Kong dagegen sah niemals dämlicher aus, wobei dieser Eindruck bei seinen "Arm gegen die Brust"-Trommeleien oder durch die legendäre Ballonszene noch unterstützt wird. Bei dem bereits erwähnten Oktopus hat man auf ein echtes Tier zurückgegriffen und mit Projektionen oder Blue Screen für den Vergrößerungseffekt gesorgt, was ebenfalls sehr witzig anzusehen ist.

Insgesamt ist das "Schlachtfest der Giganten", so der alternative deutsche Titel, eine sehr witzige Angelegenheit mit großem Unterhaltungswert und der Startschuss für viele Nachfolgefilme mit gleichgerichteter Intention.

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