Außerirdische wollen sich wegen Wassermangel die Erde Untertan machen und bemächtigen sich der Monster Godzilla, Rodan und Ghidorah, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die folgenden Zeilen beziehen sich auf die gekürzte deutsche Fassung, in der sämtliche Bezüge auf den hier nie veröffentlichten Vorgängerfilm "Ghidrah - the three headed monster" und etwas Handlung entfernt wurden.
Mit "Befehl aus dem Dunkel" schlug die Godzilla-Reihe ihren Weg in den Science Fiction Bereich ein, was in späteren Filmen noch des Öfteren der Fall war. Und der Sci-Fi Anteil ist hier sehr hoch, denn ein Großteil der Laufzeit wird mit dem Besuch der beiden Astronauten auf dem fremden Planeten und Aktionen und Gesprächen mit den Außerirdischen verbracht, die anfangs einen friedlichen Eindruck erwecken und angeblich die beiden Erdmonster Godzilla und Rodan nur auf ihren Planeten holen wollen, um den dort wütenden Dreikopfdrachen zu bändigen, was sich aber als hinterlistiger Plan zur Unterjochung der Erde entpuppt.
Viel Zeit wird auch mit den zwischenmenschlichen Beziehungen verbracht in Form einer Romanze zwischen einem erfolglosen Erfinder und der Schwester eines der beiden Astronauten, der diese Liebe nicht gutheißt und einer Liebelei zwischen dem anderen Astronauten, der mit einem amerikanischen Schauspieler besetzt wurde, wahrscheinlich um den bei den vorherigen Filmen häufig von den Amerikanern eingefügten Nachdrehs und Umschnitten vorzubeugen, und einer Frau, die sich später als getarnte Kosmolady herausstellt, was natürlich keine gute Voraussetzung für ein idyllisches Miteinander ist.
Diese abwechslungsreichen Handlungen finde ich recht interessant, aber für die Auftritte unserer geliebten Monster bleibt relativ wenig Zeit. Aber die Monsteraction, die es in den Film geschafft hat, ist sehr sehenswert. So werden Godzilla und Rodan, der in der deutschen Synchronfassung Radon heißt, im Mittelteil auf den Heimatplaneten der Außerirdischen befördert, wo sie sich einen kurzen Kampf mit Ghidorah liefern und am Ende gibt es nach einigem Städtezerstören auf der Erde unter Einfluss der Fremdlinge das finale Duell mit dem dreiköpfigen Drachen. Diese Monsterszenen wurden gewohnt gekonnt umgesetzt und Ghidorah kommt in seinem zweiten Auftritt nach seinem Debüt in "Ghidrah - the three headed monster" wieder sehr imposant rüber. Bemängeln könnte man, dass dem genannten Vorgängerfilm im Grunde monsterchoreographisch nichts Neues hinzugefügt wurde (im Gegenteil, Mothra ist diesmal nicht mit von der Partie) und dass aus jenem Film und aus "Rodan" einige Szenen hier wieder Verwendung gefunden haben, aber den wahren Fan wird das nicht weiter stören, denn das Gesamtbild der Balg- und Wütereien ist durchweg positiv.
Ebenso positiv ist die bereits aus den anderen Godzillafilmen bekannte Musik von Akira Ifukube, die immer wieder zum Mitwippen animiert und für das typische Godzillafeeling sorgt.
Insgesamt ein guter und inhaltlich abwechslungsreicher Beitrag aus der Godzillareihe, wobei die Monsterauftritte eher in den Hintergrund rücken und der Science Fiction und den Menschenbeziehungen mehr Gehör verliehen wird, was bei dem ein oder anderen für Enttäuschung sorgen könnte.