Alles könnte so schön sein. Die Menschen besiedeln den Mond, die Monster tummeln sich auf einer Insel und werden von der UNSC überwacht, doch dann wird deren Station auf dem Eiland angegriffen, Godzilla & Co. machen sich über diverse Großstädte her. Das ist der Ausgangsplot in dem erneut von Ishirō Honda inszenierten Fantasyfilm, der mitunter an den 1965er „Invasion of Astro-Monster“ / „Befehl aus dem Dunkel“ erinnert. Es gibt also wieder Aliens mit einer Absicht und natürlich diverse Modelllandschaften. Diese werden fachgerecht von Godzilla, Rodan, Mothra, Manda und weiteren Kollegen auseinandergenommen. Das sieht chic aus, passiert aber leider nicht so oft, wie man es ob der Menge an hier eingesetzten Monstern erwarten dürfte. Da verplempert der Streifen seine knapp neunzig Minuten mal wieder zu sehr mit den Menschen und ihrem Kampf gegen Außerirdische, was letztlich nur so lala spannend ist. Trotz der knallbunten Trainingsanzüge.
Wirklich fade wird „Destroy All Monsters“ nicht, aber lieber hätte ich da noch mehr von den Kreaturen gesehen. Die menschlichen Darsteller und -innen ziehen das Ganze dann doch nur etwas in die Länge, sonderlich ausgeklügelt oder überraschend ist der Plot ja nun nicht.
Wenn es denn dann mal dazu kommt, dass die eigentlichen Stars in Erscheinung treten, dann ist das durchaus unterhaltsam. Die Sets werden demoliert und sind Feuer und Flamme, die typischen Szenen mit den hilflosen Versuchen des Militärs dürfen nicht fehlen. Das Finale entschädigt dann (trotz des nutzlosen Minilla) für manche Monsterflaute zuvor und am Ende ist alles wie gehabt. Auch, dass es nicht der letzte Film mit der verstrahlten Riesenechse sein sollte, wie es vom Studio Tōhō mal angedacht war.
„Earth does not belong to humans alone.“
Wie so oft liegt der Fokus zu lange auf den Menschen und ihrem Kampf gegen die außerirdische Bedrohung. Das ist nicht komplett öde, der Plot ist aber einfach recht dünn und die Monsterkloppe in den hübsch gestalteten Modelllandschaften macht einfach mehr Laune. Wenn sie denn stattfindet, was zwischendurch und dann so richtig im Finale der Fall ist. Das entschädigt für etwas Rumgeeiere zuvor und macht „Destroy All Monsters“ zu einem insgesamt unterhaltsamen SciFi-Fantasy-Kintopp mit den bekannten Zutaten.