Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

10.05.2021
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Review

von Frank Trebbin

Über Airbnb mieten die beiden Geschäftspartner Charlie und Mina ein gleichsam wunderschön wie einsam gelegenes Luxus-Haus an der Pazifikküste Oregons, um dort in familiärer Eintracht – Charlie ist mit Michelle verheiratet und Minas Freund ist zufällig auch Charlies Bruder – ein Wochenende ohne Sorgen zu verbringen. Der sich als Rassist entpuppende Vermieter wird noch schnell als fader Beigeschmack abgehakt, doch was Mina nach ihrem im Rausch vollzogenen Seitensprung mit Charlie im Duschkopf entdeckt, nämlich eine Kamera, ist schon wegen der offenkundig festgehaltenen Sexszene ein kleiner Skandal, den es zu vertuschen gilt…

Zwei Pärchen, ein Abend voller Drogen, ein Seitensprung und plötzlich kippt die Stimmung. Wie viele Filme mögen wohl eine derartige Exposition aufweisen und dann so ihren typischen Psychothriller-Verlauf zu nehmen? Mit Originalität kann also Dave Franco in dem gut die Hälfte andauernden Vorgeplänkel nicht unbedingt punkten, doch glücklicherweise ist ihm eine starke zweite Hälfte gelungen, der den anfangs als eher in Richtung eines Hitchcock-Films gewähnten Stoff (wie schwierig es mitunter ist, eine Leiche zu entsorgen, kennt man nämlich von Sir Alfred hinlänglich) durch ein, zwei faustdicke Überraschungen als lupenreines Terrorstück mit Anleihen beim Stalk’n’Slash-Kino präsentiert. Das perfide Ende, welches inszenatorisch geschickt zeitgleich mit den Endcredits abläuft, ist dabei dann noch einmal ein ganz besonderes Ausrufezeichen geworden. Rückblickend betrachtet verzeiht man dann Dave Franco sogar die ohne jedwede wirkliche Spannung auskommende erste Hälfte – ein Kniff, der notwendig war, um mit dem Rest umso auffälliger zu punkten. Kurzum: „The Rental – Tod im Strandhaus“ ist zwar kein unbedingtes Muss geworden aber als clevere, erfrischend anders dargereichte Variation des oftmals schon eher langweilenden Serienkiller-Themas durchaus mehr als einen Blick wert. Bildformat: 2,39:1. Mit Dan Stevens, Alison Brie, Sheila Vand, Jeremy Allen White u. a.


Ab 14.05.2021 als DVD, Blu-ray und Digital erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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