Franks Bewertung

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0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

15.03.2021
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Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Vor vielen, vielen Jahren lebten die Drachen friedlich neben den Menschen, die jedoch irgendwann diese Allianz aufkündigten und mit Nesselbrand sogar ein mechanisches Wesen schufen, was Jagd auf die Drachen machte. Diese zogen sich daraufhin immer weiter in die Wälder zurück. Doch nun ist auch dieses Refugium bedroht und so machen sich der junge Drache Lung, das Koboldmädchen Schwefelfell ist der zufällig entdeckte „Drachenreiter“ Ben, ein Straßenjunge auf der Flucht vor der Polizei, auf den Weg, den „Saum des Himmels, den sagenumwobenen Zufluchtsort für die Drachen, zu suchen. Das weckt Nesselbrands Jagdinstinkt…

Cornelia Funke und ihre Bücher sind aus den Kinder- und Jugendbuchregalen unseres Landes kaum wegzudenken. Doch auch international nimmt man ihre Titel wahr, so dass selbst Hollywood schon mal zugegriffen hat („Tintenherz“). Ein stetes und ständiges Franchise blieb bisher aber aus. Vielleicht klappt das ja mit „Drachenreiter“, dem von Constantin Film in Deutschland und Belgien produzierten, bis dato größten europäischen 3D-Animationsfilm, der zwar motivisch die Nähe zu „Drachenzähmen leicht gemacht“ vermuten lässt aber doch ganz eigene Wege geht – weil eben die literarische Vorlage, bei der man sich sehr frei bedient, schon älter ist als die Dreamworks-Erfolgs-Trilogie. Hier wird nämlich eine weitaus fantasievollere Welt mit jeder Menge Fabelwesen und ungewöhnlichen Kreaturen beschrieben, die man locker über weitere Filme strecken könnte. Doch ob es dazu kommt, hängt von dem Erfolg von „Drachenreiter“ ab, der sich zwar nicht unbedingt zu verstecken braucht und alles in allem sehr nett ist, doch eben auch keine echte Konkurrenz zu Pixar & Co. darstellt. So wirken insbesondere die Figuren ab Schwefelfell abwärts eher etwas grobschlächtig und auch die Witze sind auffallend bemüht und mit den Handy- und Internetbeigaben fast schon zwanghaft modernisiert. Glücklicherweise stimmt nach dem ersten Drittel das Tempo der Erzählung, so dass insbesondere die kleinen Zuschauer in die nicht allzu aufregende Geschichte förmlich eingesogen werden und ihren Spaß haben dürften. Auf Blu-ray ist „Drachenreiter“ ebenso in 3D zu bewundern, einer Filmtechnik, die wohl auch nach diesem Titel immer weniger zum Einsatz kommen dürfte, denn zu gering ist der Mehrwert, den man – zumindest im Kino – viel zu teuer bezahlen muss: so bietet „Drachenreiter“ zwar recht brauchbare 3D-Bilder, doch auf Pop-Out-Effekte wird ausnahmslos verzichtet und selbst die Tiefenstaffelung wird viel zu oft als zu banal empfunden. Diesbezüglich enttäuscht „Drachenreiter“ fast komplett, da wäre viel mehr drin gewesen. Bildformat: 2,39:1.


Ab 18. März 2021 auf DVD, Blu-ray (2D und 3D abspielbar) und als Video on Demand

© Selbstverlag Frank Trebbin

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