Ein affenartiges Riesenmonster hält Japan in Atem und es keimt der Verdacht auf, dass es sich bei diesem um das verschollene Produkt eines Forschers handele, doch es stellt sich bald heraus, dass das bösartige Monster ein Abkömmling des Gutartigen ist und es kommt zum unausweichlichen Aufeinandertreffen der beiden.
Da Ishiro Honda ein Godzillapäuschen einlegte und die Regie in dieser Reihe von Jun Fukuda übernommen wurde, konnte der Ur-Godzilla-Regisseur sich anderen Monstern widmen und schickte mit dieser Quasifortsetzung zu "Frankenstein - Der Schrecken mit dem Affengesicht" erneut affenartige Riesen ins Rennen.
Der Film geht gleich zu Beginn in die Vollen und zeigt einen athmosphärischen Angriff einer Riesenkrake auf ein Schiff, der durch den Auftritt des grünen Frankenstein (so zumindest die deutsche Bezeichnung) unterbrochen wird, der dem Vieh die Leviten liest und lieber selbst den Menschen böse mitspielt. Im weiteren Verlauf des Streifens gibt es viele Monsterkampf- und Zerstörungsszenen zu begutachten und im Gegensatz zu vielen Beiträgen der Godzillareihe nimmt die Handlung der Menschen nur einen kleinen Teil ein. So beschränken sich diese auf die Überlegungen des Militärs, wie man das Monster stoppen könne und die Suche des Forscherduos nach ihrem verschwundenen gutartigen Riesenmonster und alternativen Lösungen zur Menschenrettung.
Die Monsterszenen sind überzeugend umgesetzt und machen dem entsprechend Laune. Langeweile kommt hierbei nicht auf, denn Abwechslung steht an der Tagesordnung. So darf das grünfellige Wesen am Anfang alleine im Wasser und danach an Land wüten, ab und an eine Frau verspeisen, Fahrzeuge und Gebäude platt treten und Panzer auf Häuser schleudern. Wenn jedoch die Sonne hinter den Wolken hervorkommt, muss es sich schleunigst ins Wasser zurückziehen, denn Licht verträgt es anfangs nicht, was sich jedoch nach Bestrahlung mit Lasern durch das Militär legt. Später kommt dann das gute Monster mit dem braunen Fell hinzu, aus dem durch die Abtrennung von Zellen das grüne Wesen entstanden ist (diese Tatsache führt dazu, dass die Monster nicht einfach weggesprengt werden können, denn aus den verteilten Zellen würden unzählige neue Monster entstehen) und vollbringt ein paar lobenswerte Taten, wie seine ehemalige Pflegerin vor dem Klippensturz retten oder den durch Strom schwer verletzten Grünling aufpeppeln. Bald erkennt das Braunfell jedoch die Boshaftigkeit seines "Sohnes" und die beiden balgen sich durch Stadt, Land und Meer. Das Ende kommt etwas überraschend und abrupt, hinterlässt aber keinen negativen Eindruck.
Natürlich wurden die Monster durch Menschen in Ganzkörperkostümen umgesetzt und diese wurden durch detailreiche Modelstädte- und Landschaften geschickt. Besonders schön finde ich die Szenen, in denen die Monster über die bebaute Küste vor gemaltem Hintergrund rennen, dabei sie noch nen paar Fahrzeuge wegkicken und ins Meer hüpfen.
Toll zum Geschehen passt die Musik von Akira Ifukube, der ja auch die Melodien zu "Godzilla" komponierte und die zum Großteil neben ein paar neuen Songs ebenso hier wieder eingespielt wurden und den Szenen den letzten Schliff geben.
Insgesamt ist "Frankenstein - Zweikampf der Giganten" eine unterhaltsame und toll inszenierte Alternative zu Godzilla.