Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

10.11.2020
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Review

von Frank Trebbin

Eine Kette furchtbarer und unerklärlicher Todesfälle ereignet sich in einer schwedischen Kleinstadt. Die Schüler der örtlichen High School sind verängstigt, der 18-jährige Niklas wird verdächtigt in die Todesfälle verwickelt zu sein. Als seine Schwester Lisa nach Jahren der Abwesenheit wiederauftaucht, werden beide Geschwister von mysteriösen Visionen heimgesucht, die scheinbar mit dem Suizid ihrer Mutter vor sieben Jahren zusammenhängen. Gemeinsam mit ihren Freunden müssen sich Niklas und Lisa ihren inneren Dämonen und dunkelsten Ängsten stellen, um das Geheimnis hinter der monströsen Macht aufzudecken, die in der Kleinstadt erwacht ist… (Zitat: Pressetext Pandastorm Pictures)

Dass man aus dem skandinavischen Raum vorzügliche und zumeist düstere Kriminalfilme bzw. -serien erwarten darf, ist schon seit Jahren bekannt. Dass man nun aber mit „Cryptid“ eine im hellen Sonnenlicht Finnlands gedrehte, in Richtung Lovecraftschen Horror abdriftende Serie so etwas wie ein kleines, nordisches Pendant zu „Stranger Things“ erleben darf, dürfte wohl kaum jemand im Vorfeld geahnt haben. Film- und produktionstechnisch betrachtet steht dabei „Cryptid“ dem großen Vorbild in Sachen Teenager-Horror zwar kaum in etwas nach - auch wenn auf das Retro-Feeling komplett verzichtet wird und die ganz großen, teuren Effekte hier eher fehlen -, doch leider entwickelt die im „Faculty“-Milieu angesiedelte Geschichte nicht unbedingt jene Sogwirkung wie bei dem weitaus erfolgreicheren Vorbild. Und dass, obwohl die zehn rund zwanzigminütigen Folgen das ideale Maß dafür sind, um die Geschichte ausreichend lang, aber keinesfalls in die Länge gezogen, zu präsentieren. Was „Cryptid“ jedoch über die ersten fünf Episoden fehlt, ist eine gewisse Zielhaftigkeit punkto Mystery bzw. Horror. So konzentriert sich David Berron viel zu lange auf die amourösen Verwicklungen seiner Protagonisten anstatt diese nun endlich handfesten Gefahren auszusetzen – per CGI platzende Mitschüler hin oder her. Doch glücklicherweise bekommt „Cryptid“ noch die Kurve – auch wenn das Ganze schlussendlich dann doch nicht so spektakulär gerät wie erhofft. Fazit: ein skandinavischer Snack für zwischendurch. Bildformat: 2,35:1. Mit Maja Johanna Englander, Julius Fleischanderl, Astrid Morberg, Beata Borelius, Johan Hedenberg u. a.

Ab 13.11.2020 als DVD, Blu-ray und digital erhältlich

© Selbstverlag Frank Trebbin

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