Auf einer einsamen Insel vor der US-Küste befindet sich eine Kill-City, eine Potemkinsche Stadt, die den Navy Seals zu Übungszwecken dient. Dieses Wochenende dürfen sieben angehende FBI-Profiler und ein Cop aus Philadelphia den „Puppenspieler“ jagen – einen fiktiven Serienkiller, dessen erdachte Tatorte von dem Ausbilder Jake Harris hergerichtet wurden. Doch aus dem Training wird blutiger Ernst, als ein Agentenanwärter nach dem anderen in geschickt ausgelegte Fallen tappt. Nun gilt es, die vom Täter absichtlich hinterlassenen Hinweise zu deuten, denn bei den Opfern gefundene Uhren zeigen der Zeitpunkt des nächsten Mordes auf…
Hoppsala, die beiden Zugpferde Val Kilmer und Christian Slater sind recht schnell von der Bildfläche verschwunden (letztgenannterer – weil als Held gewähnt – sogar in einer Art „Psycho“-Coup) und so sieht sich der Action-Fan, der sich durch diese beiden Schauspieler hat ködern lassen, einem Film ausgesetzt, der zunehmend unattraktiv wird – und das nicht nur, weil der Rest der Darstellerriege (LL Cool J mal ausgenommen) nichtssagend ist. Nein, auch mit der Boller-Action hapert es bei Renny Harlin, der immer öfter nur noch solide aber belanglose B-Movie-Ware abliefert, denn sein „Mindhunters“ ist eher ein Whodunit-Thriller mit Cluedo-Charme als eine von ihm zu erwartende „Stirb langsam 2“-Neuauflage. Geht man allerdings mit dem Wissen darum an „Mindhunters“ heran, so findet man einen Film vor, der trotz aller faustgroßen Logiklöcher weitestgehende stilsicher unterhält, einige ganz gute, weil unheimliche Settings (die Einstiegszenen-Villa und die Kill-City) aufweist und immerhin so viel moderne Optik und einen beinharten Schlussfight aufbietet, dass man das Ganze noch als flott bezeichnen mag. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Kathryn Morris, Jonny Lee Miller u. a.
Anmerkung: 2012 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin