Wenn man ein Auto, welches man klauen will, erst reparieren muss, ist es vielleicht das falsche Auto für das Vorhaben. Diese Erkenntnis kann man sicherlich irgendwie auf „All Monsters Attack“ anwenden, denn auch hier kann man lange nach sowas wie einer guten Idee suchen. Der schon wie mehrere Vorgänger von Ishirō Honda inszenierte Film richtet sich an ein ganz junges Publikum, was ihn allerdings für den Rest ziemlich ungenießbar macht. Der junge Ichirō ist oft alleine, seine Eltern arbeiten, Mitschüler mobben ihn, er flüchtet sich daher in Traumwelten rund um die Monsterinsel. Auf dieser scheint 24/7 Randale zu herrschen und es kloppt sich Godzilla mit allerlei anderen Kreaturen, darunter ganz neu und mit Bezug auf die Realität ein hässliches Vieh namens Gabara.
Apropos hässlich, da ist ja auch noch Minilla, Godzillas Sprössling. Neben seinen schon beknackten Standardlauten kann dieser in Ichirōs Traumwelten auch noch sprechen und klingt dabei eben wie jemand, der sich in einem Gummianzug versteckt. Dieser sieht einfach nur debil aus, die Figur nervt in einer Tour. Gabara mit seiner Friese ebenso, der Junge sowieso und eigentlich auch der ganze Rest. Der Nebenplot mit den Gangstern, das Geschrei im Titelsong, die aus anderen Filmen zusammengeschnittenen Kloppereien - „All Monsters Attack“ ist ein stinklangweiliger, alberner und kindischer Vertreter der Serie, ein Tiefpunkt bezüglich allem, wofür die Monsterreihe in meinen Augen steht. Kann man niemandem guten Gewissens empfehlen. Immerhin ist das Ganze nach siebzig Minuten vorbei und am Ende ist Ichirō selbst zum Bully geworden. Ergibt alles wenig Sinn, passt aber dadurch zum Rest.
„Damn brat!“
Kolossale Kaiju-Kacke.