Alex, ein junger Priester, erfährt von dem rätselhaften Tod seines Ordensvorstehers Dominic und reist deshalb nach Rom, um das Ganze aufzuklären. Er erfährt, daß Dominic wegen Ketzerei exkommuniziert wurde und von einem sogenannten „Sin Eater“ (in der DF: Sündenträger) ermordet wurde, einem Ewiglebendem, der im Tode eines Menschen dessen Sünden aufnimmt und verarbeitet. Zusammen mit Pater Thomas und der eben aus der Klapsmühle entflohenen Mara jagt Alex den Sündenträger, der auch für die katholische Kirche ein Dorn im Auge ist...
Blickt man auf die Credits, so stellt man fest, daß bei „Sin Eater“ fast das gesamte Team von „Ritter aus Leidenschaft“ am Werke war. Mit der humoresken Leichtigkeit des eben genannten hat der neue Film von Brian Helgeland allerdings nichts zu tun. Im Gegenteil: Auf inhaltliche Weise durchaus mit „Der Exorzist“ verwandt (die Schuld- und Glaubensfrage), zielt „Sin Eater“ ähnlich wie dieser auch eher auf ein erwachsendes, denkendes Publikum als auf Popcorn-verschlingende Teenager. So ist es nur logisch, daß die Handlung erst zum Ende hin an Fahrt gewinnt und man immer den Eindruck hat, auch in den unaufgeregt inszenierten Horrorszenen merkwürdig sterile Unterhaltung vorzufinden, die weniger auf Thrill und Spannung ausgerichtet ist als auf das Aufwerfen von Fragen, die „Sin Eater“ bewußt nicht beantworten möchte. So bleibt der Film für Horrorfans leider nur zwiespältig. Auf DVD 16:9. Mit Heath Ledger, Shannyn Sossamon, Mark Addy, Benno Fürmann, Peter Weller u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin