3D-Review
Tim Templeton ist mittlerweile erwachsen geworden und selbst Vater von zwei kleinen Töchtern: Tabitha und Tina. Und weil Ted mittlerweile ein erfolgreicher CEO geworden ist, der nur noch Zeit für seine Firma hat, haben sich die beiden Brüder schon seit Jahren aus den Augen verloren und nichts mehr zu sagen. Just als Tim bemerkt, dass sich Nerd-Töchterchen Tabitha, die gerade an einer Schule für super-schlaue Kinder angenommen wurde, langsam von ihm abzunabeln beginnt, entpuppt sich Säugling Tina als Vertreterin der Baby Corporation, die ihren Vater und Onkel Ted mittels einer Mission zusammenbringen möchte...
Tim und Ted sind wieder da – und zwar anfangs ganz anders als erwartet! In der Fortsetzung zu „The Boss Baby“ haben Regisseur Tom McGrath und Co-Drehbuchautor Michael McCullers das Ganze quasi eine Generation weitergereicht und lassen die beiden mittlerweile erwachsenen Hauptprotagonisten erst etwas später, aber dann mittels einer Zaubermilch auf Kleinkörpergröße geschrumpft, auf eine irrwitzige Mission im James-Bond-Manier gehen, die wie in Teil eins voller Anspielungen auf Gott und die Welt sowie neu Fridays For Future steckt. Natürlich müssen sich dazu die beiden völlig auseinander gelebten Brüder erst einmal zusammenraufen, was wohl neben der üblichen, disneyfizierten Stärkung des Selbstvertrauens die wohl wichtigste Botschaft in dem wieder streckenweise an die Subversivität eines Tex Avery erinnernden, jetzt allerdings in seiner Gesamtheit eher zahmen „The Boss Baby – Schluss mit Kindergarten“ sein dürfte. Der Rest aber auch die Optik ist die gepflegte, weitestgehend ohne neue Ideen ausgestattete Wiederholung des Originals, was dann zumindest auf inhaltlicher Ebene leicht enttäuscht. Visuelle Einfälle – das A und O moderner Animationsfilme – gibt es wiederum in gewohnter Hülle und Fülle. Das mag zwar auf dem Papier etwas fade klingen, ist es aber in seiner Gesamtheit nicht unbedingt, denn auch in Teil zwei steht der unbändige Spaß an erster Stelle. Und diesen hat man ohne Frage ganz besonders mit der beeindruckenden 3D-Präsentation von „The Boss Baby – Schluss mit Kindergarten“, der wiederum mit einem perfekten stereoskopischen Bild und jeder Menge mehr oder weniger deutlichen Pop-Outs zu überzeugen weiß (Ein dickes Dankeschön an Universal Pictures für die VÖ in dieser Form). Da lässt sich dann zum Schluss nur folgendes aus meiner Kritik zum Original wiederholen: Schade ist dabei nur, dass man auf ein bildschirmfüllendes Bild verzichtet hat und nur das mittlerweile zum Standard gehörende 2,35:1-Format bedient.
Ab dem 20.01.2022 auf DVD, Blu-ray (2D + 3D) und UHD erhältlich.
© Selbstverlag Frank Trebbin