Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

10.01.2022
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Review

von Frank Trebbin

DJ oder Killer? Dylan steht als maskierter DJ Dreamcatcher kurz vor dem globalen Durchbruch. Sein nächster Gig ist das Underground-Festival CATACLYSM, das auch die Schwestern Ivy und Piece besuchen. Doch Pierce stirbt backstage an einer Überdosis – in Dylans Garderobe. Um seine Karriere zu retten, vertuscht er den Vorfall. Es beginnen 48 Stunden voller Chaos und Gewalt (Zitat: Pressetext Tiberius Fim).

Ein zynischer Blick auf die pillenschmeißende Instagram- und Rave-Generation in der Vor-Corona-Zeit? Keine Ahnung was der bereits 2019 produzierte „Dreamcatcher“ wirklich mal werden sollte, ein gut funktionierender Horrorfilm ist er trotz gewisser Beigaben auf jeden Fall nicht geworden. Glaubt man nämlich nach dem anteasernden ersten Mord einer Art „Murder Rock“ für Techno-Fans aufzusitzen, bei dem das Blut ordentlich spritzen soll, geht es danach – zumindest wenn man die nervigen, voller Bitches und ihren Zickigkeiten garnierten ersten 30 Minuten überstanden hat – weitaus ambivalenter aber auch unsortierter zu als gedacht: da gibt es jede Menge Reflektionen über die knallharte Unterhaltungsindustrie, schräge Psychoanalyse und Abhandlungen über Macbeth obendrein. Regisseur Jacob Johnston versucht sein Publikum trotzdem bei Laune zu halten und streut ab und an billige Stalk'n'Slash-Mechanismen sowie einen Hauch von Irrsinn mit ein. Hört sich interessant an? Ist es aber nicht: was gerade auch angesichts des Schluss-Twists ein ganz hipper Meta-Scheiß à la „Scream“ hätte werden können, langweilt in den Händen Johnstons leider nur. Bildformat: 2,35:1. Mit Niki Koss, Zachary Gordon, Travis Burns, Blaine Kern III u. a.

Bereits seit 09.12.2021 digital und ab 04.02.2022 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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