Tante Martha scheint eine nette alte Dame zu sein, die mit ihrem Neffen ein typisches Vorstadthaus bewohnt. Doch Martha ist in Wirklichkeit ein Mann. Nur zur Tarnung zieht sich der Juwelendieb Frauenkleider an. Doch irgendwann packt auch ihn der Wahnsinn, und er rennt meuchelnd durch die Gegend. Vornehmliche Opfer sind all jene, die hinter seine wahre Identität kommen könnten.
Dies ist reinste Exploitation-Ware. Das Travestiemotiv des verkleideten Diebs wird weidlich ausgebaut und ist der eigentliche Aufhänger der ansonsten sehr dürftigen Geschichte. Bedingt durch das frühe Entstehungsjahr muß sich der geneigte Zuschauer zudem mit einigen tödlich langweiligen Flower-Power- und Hippiemotiven herumärgern. Ebenfalls am Entstehungsjahr lassen sich die ziemlich harmlos dargestellten Morde messen, die zum Ende hin das Geschehen bestimmen. Wirklich krude für ihre Zeit ist nur die Sequenz, in der ein Homemade-Kaiserschnitt (angedeutet!) an einer Schwangeren durchgeführt wird. Ergebnis: höchst zwiespältig. Mit Abe Zwick, Scott Lawrence, Don Craig, Robin Hughes u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin