Die amerikanische Journalistin Beth Winters kommt nach Australien, um über illegale Känguruhjäger zu berichten. Während einer nächtlichen Überlandfahrt wird sie von einem „Razorback“, einem riesigen Wildschein, getötet. Ihr Ehemann Carl reist auf den fünften Kontinent, um mehr über den Tod seiner Frau zu erfahren. Zusammen mit dem Ex-Farmer Jake, dessen Frau und Kind ebenfalls von dem Razorback zerfleischt wurden, jagt er das überdimensionale Tier…
Die Geschichte, die ein wenig an eine Such-das-Monster-Odyssee à la „Der weiße Hai“ erinnert, lebt weniger durch das vertraute Tierhorror-Motiv als durch die unglaubliche Atmosphäre, die Sets und die Kameraführung des recht talentierten Australiers Mulcahy. Der Backwood-Kretinismus einer illegal Känguruhs jagenden Bande, die zudem den Razorback zu seiner stattlichen Größe hochgefüttert haben, reiht den Film in das Subgenre der entsprechenden Farmhouse-Fun-Streifen ein, wobei die Szenen in der Fleischfabrik im Herzen Australiens Erinnerungen an Tobe Hoopers frühe visuelle Kraft wachwerden lassen. Spannend gemacht, führt „Razorback“ den Zuschauer naturfilmartig mitten in die Wüsten und das rauhe Leben Australiens. Auf Video letterboxed. Mit Gregory Harrison, Arkie Whiteley, Bill Kerr, Judy Morris u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin