Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

19.12.2021
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Review

von Frank Trebbin

Musikerin Grey steht nach ihrem erfolgreichen ersten Album mächtig unter Erfolgsdruck, denn sie hat zwar Ideen für neue Songs aber keine Inspiration. Zudem wird sie immer wieder von Alpträumen geplagt, in denen sie blutverschmiert durch Wälder streift. Sie beschließt, sich von dem Produzenten Vaughn Daniels, von dem man behauptet, dass er seine Frau umgebracht hätte, unterstützen zu lassen, Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Charlie begibt sich Grey in das einsam in den verschneiten Wäldern Kanadas gelegene Studio und findet schließlich heraus, was tatsächlich in ihr steckt...

Auch wenn es einige gut versteckte Hinweise auf „American Werewolf“ gibt, so sollte man dennoch nicht auf den Gedanken kommen, „Bloodthirsty“ mit dem Werwolf-Klassiker von John Landis zu vergleichen. Klar, auch Amelia Moses lässt ihren Film um das Tier im Menschen kreisen, doch Humor oder gar ähnlich bahnbrechende Special Effects wie damals sucht man in ihrem eher in Richtung melancholisches Drama verortetem Kammerspiel vergeblich. Zudem gibt Amelia Moses sich und den Figuren jede Menge Zeit, um in die Gänge zu kommen, so dass man als Zuschauer in der ersten Hälfte schon auf eine gewisse harte Probe gestellt wird. Blutdurstig mag zwar der Titel bedeuten, blutrünstig wird es aber hier erst in den letzten paar Minuten – und das auch nur von der Inszenierung her recht gebremst. Was jedoch auf jeden Fall jenseits der eher überraschungsarmen Coming-Out-Story fasziniert, sind die Verbindung von Musikalität und Monstrosität sowie die einfühlsamen Songs von Grey, die von der Musikerin und Drehbuchautorin Lowell geschrieben wurden und mehr als nur billige Staffage bilden. Bildformat: 2,35:1. Mit Lauren Beatty, Greg Bryk, Katharine King So, Michael Ironside u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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