Artie Taggart, ein psychopathischer Krimineller, entführt die elfjährige Julie und die TV-Reporterin Sharon Martin, die mit Julies Vater befreundet ist, in die unendlich langen Katakomben und Gänge unter der New Yorker Grand-Central-U-Bahnstation. Gefangen in der Dunkelheit, versuchen Sharon und Julie trotzdem vor Artie zu fliehen. Doch dieser kommt immer zur rechten Zeit zurück…
Mit „Unheimlich“ versucht Regisseur Sean S. Cunningham, sich als ernster Filmemacher zu profilieren. Klar, daß der Versuch voll in die Hose gegangen ist, denn der gute Sean hat die von ihm selbst mit „Freitag der 13.“ gesetzten Zeichen der Zeit –das Publikum wünscht nämlich eher einen anonym bleibenden Superbösewicht wie Jason Voorhees– nicht erkannt. Trotz aller handwerklichen und darstellerischen Finessen, die „Unheimlich“ aufzubieten hat, ist der Streifen am Publikumsgeschmack vorbeiproduziert worden. Auch auf der thematischen Ebene bewegt sich dieser stellenweise sehr spannende Thriller eher auf den Kriminal- als auf den Horrorfilm zu. Dennoch erinnert der virtuose Anfang der Geschichte stark an John Carpenters „Halloween– Die Nacht des Grauens“. Mit Kate Mulgrew, Rip Torn, James Naughton, Barbara Baxley u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin