Die junge Nadia hat eine seltene Blutkrankheit und muss sich deshalb in New York einer speziellen Behandlung unterziehen. Zusammen mit ihrem kleinen Sohn Elias begibt sie sich deshalb auf einen transatlantischen Flug von Deutschland aus in die USA. Kurz nach dem Start wird klar, dass das Flugzeug in die Hände von Terroristen geraten ist, die damit einen Selbstmordanschlag verüben wollen. Nadia, die natürlich unbedingt das Leben von Elias retten will, ist in Wahrheit eine Vampirin und mit diesen besonderen Fähigkeiten wendet sie sich gegen die Terroristen…
Nosferatu on a plane – so oder so ähnlich schwirrte wohl einst Peter Thorwarth, dem eher für seine Ruhrpott-Komödien bekannten Autorenfilmer, eine Idee durch den Kopf. Jetzt, Jahre später, konnte er diese mittels üppiger Produktionsgelder von Netflix umsetzen und wagte somit etwas, was hierzulande eher selten auf Drehplänen anzutreffen ist: einen lupenreinen Horrorfilm, der – wie schon mal „Amatomie“ – nach internationalen Maßstäben schielt und sich und seinen erstaunlich hohen Blutzoll durchaus ernst nimmt. Dass „Blood Red Sky“ dann aber doch nicht hundertprozentig zu überzeugen vermag, liegt nicht etwa daran, dass die Maske der Vampirin doch zu sehr an die einst von Max Schreck verkörperte Stummfilmfigur erinnert und somit abgekupfert wirkt, sondern daran, dass die Summe zumeist kleiner aber ungemein unstimmiger Details und ein ungehöriges Maß an Overacting schwerer nach unten zieht als gedacht. So ist dann „Blood Red Sky“ insgesamt betrachtet (leider) auch viel zu lang und mittels seiner Rückblenden leicht umständlich geraten, um einfach nur knackig zu unterhalten – wozu er durchaus in der Lage wäre. Dennoch gilt: Respekt, Herr Thorwarth, Respekt für diesen mutigen Versuch! Bildformat: 2,0:1. Mit Peri Baumeister, Carl Anton Koch, Kais Setti, Alexander Scheer u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin