Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

28.10.2021
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Review

von Frank Trebbin

Das sich auf‘s Blut hassende Ehepaar Lisa und Lars fährt unter dem Vorwand, sich versöhnen zu wollen, in ein abgelegenes Ferienhaus am See. Doch eigentlich haben die Beiden unabhängig voneinander den gleichen Plan: Den jeweils anderen umzubringen. Bevor sie sich jedoch ihrer Partner entledigen können, tauchen drei entflohene – und sehr brutale – Sträflinge im Ferienhaus auf. Ein blutiger und ziemlich schwarzhumoriger Kampf auf Leben und Tod beginnt... (Zitat: Pressetext SquareOne Entertainment)

Tommy Wirkolas Ausflug nach Hollywood („Hänsel & Gretel: Hexenjäger“) scheint beendet zu sein, denn mit „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist der für seinen derben und blutigen Humor bekannte Norweger wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Quasi als Brückenschlag zwischen der Alten und der Neuen Welt konnte er Noomi Rapace, eine Schwedin, die längst in der kalifornischen Traumfabrik Fuß gefasst hat, für die weibliche Hauptrolle gewinnen. Dabei herausgekommen ist eine sehr stoisch-lakonische, mit zunehmender Laufzeit in Richtung „Funny Games“ abdriftende rabenschwarze Komödie um einen aus dem Ruder laufenden Rosenkrieg, die in ihren fiesesten Momenten – und davon gibt es einige – recht unangenehm wird und bei der das Home-Invasion-Thema, welches einst Wes Craven, der sich ja bekanntermaßen durch Ingmar Bergmans „Die Jungfrauenquelle“ für seinen „Last House On The Left“ inspirieren ließ, von dort importierte, quasi wieder zu seinen skandinavischen Wurzeln zurückgeführt wird. Insgesamt vielleicht etwas zu lang geraten, unterhält „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“, der treffsicher mit „Mr. & Mrs. Smith trifft auf Hard Power“ beworben wird, jedoch auf angenehm krude Weise, denn die immer absurderen Einfälle des Drehbuchs geben der Handlung die rechte Würze und über die vielen damit verbundenen blutigen Details werden sich so manche Splatterfilm-Fans freuen – was wiederum beweist, dass Tommy Wirkola auch mit diesem Film seinem Ruf (siehe oben) gerecht wird. Kurzum: sehenswert weil eben anders als typische Hollywood-Ware. Bildformat: 2,00:1. Des weiteren mit Aksel Hennie, Atle Antonsen, André Eriksen u. a.

Ab 29.10.2021 auf DVD, Blu-ray & VoD erhältlich!

© Selbstverlag Frank Trebbin

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