Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

John Morlar ist seit seiner Geburt mit starken psychokinetischen Kräften ausgerüstet, die er immer wieder zu schrecklichen Greueltaten nutzt. Im Alter will er dann die Menschheit von einer Katastrophe in die andere jagen. Seine Psychologin, Doktor Zonfeld, kommt hinter sein Geheimnis und versucht, das Unheil zu stoppen. Doch selbst mit zerschmettertem Gehirn auf dem Krankenbett liegend, gelingt es Morlar, ein weltweites Desaster heraufzubeschwören.

Jack Gold, der sich bisher als britischer Fernsehfilmer profiliert hat, liefert mit diesem in Starbesetzung inszenierten Okkultthriller einen gleichsam spannenden wie hintergründigen Film ab. Die intelligente Handlung ist eingebettet in spektakuläre Katastrophen- und Mordszenen, die tricktechnisch einfach aber wirkungsvoll umgesetzt sind. Das offene, aber auch in höchsten Maßen makabre Ende, bei dem Morlar auch über seinen klinischen Tod hinaus Verderben über die Menschheit bringt, spricht für den ausweglosen Zustand, dem unsere Gesellschaft langsam aber sicher mit ihrer Übertechnisierung entgegensteuert. Von dieser Aussage her steht „Der Schrecken der Medusa“ der „Omen“-Serie näher als man bei dem „Carrie“-Aufhänger der Geschichte denken könnte. Fazit: ein sehenswertes kleines Juwel, handwerklich feingeschliffen und inhaltlich perfekt abgerundet. Mit Lino Ventura, Richard Burton, Lee Remick, Harry Andrews, Michael Byrne u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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