Franks Bewertung

starstarstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Leo Kroll, Laborassistent in einem Bostoner Krankenhaus, steht unter dem Einfluß seiner schwerkranken Mutter, die in eben jenem Krankenhaus gepflegt wird. Aus der Haßliebe zu seiner Mutter heraus wird Leo zum brutalen Würger. Schon acht Krankenschwestern hat er auf diese Weise ermordet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Jetzt hat sich Leo die attraktive Clara, die Pflegerin seiner Mutter, als nächstes Opfer ausgesucht…

Dieser kleine, aber feine Schwarzweiß-Thriller ragt ganz eindeutig aus der Reihe billig produzierter 60er-Jahre-Horror-Pictures heraus. Burt Topper wird allerdings nicht bestreiten können, daß er sich von Alfred Hitchcocks „Psycho“ beeinflußt fühlte, als er „The Strangler“ drehte. Hier wie dort ist eine fatale Mutter-Sohn-Beziehung Auslöser einer mörderischen Handlung. Der schwergewichtige Victor Buono („Der Würger kam auf leisen Socken“) füllt die Rolle des psychopathischen Leo Kroll ebenso glaubhaft mit Leben aus, wie einst Anthony Perkins die des Norman Bates in dem o.g. Klassiker. Für damalige Verhältnisse ziemlich eindeutig, läßt Burt Topper schon in der Eingangssequenz kaum Zweifel darüber aufkommen, daß die Morde auch sexuellen Charakter haben. Interessant dürfte auch noch sein, daß „The Strangler“ zu einer Zeit entstanden ist, als der tatsächlich umgehende „Würger von Boston“ noch nicht gefaßt war. Burt Topper nutzte die allgemeine Hysterie diesbezüglich für seinen Film aus. Für Fans des Genres gilt es, „The Strangler“ noch zu entdecken, denn dieses kleine Juwel ist bisher nicht nach Deutschland gekommen. Mit Victor Buono, David McLean, Diane Sayer, Ellen Corby u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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