Dylan Forrester wurde auf Bewährung entlassen und versucht mit Hilfe des exzentrischen Psychiaters Dr. Alderwood seine Auflagen zu erfüllen. Doch als sein Bruder unter mysteriösen Umständen stirbt, macht Dylan sich auf den Weg zu dessen Beerdigung, dicht gefolgt von der hartnäckigen FBI-Agentin Shaughnessy. Dort kommt es zum Showdown mit einer Bande schwer bewaffneter Söldner, die etwas suchen, das Dylans Bruder versteckt hat. Dylan schaltet in den Kampfmodus, um das Geheimnis um den Tod seines Bruders zu lüften, sich an dessen Killern zu rächen und um zu überleben (Zitat: Pressetext Koch Films).
Ganz wie einst der Vater! Dem charismatischen Scott Eastwood ist es zu verdanken, dass ein 08/15-Action-Stoff ein halbwegs passables Stück Unterhaltungs-(Pantoffel-)Kino ergibt. Nicht mehr aber auch nicht weniger, denn David Hackl, der einst als Szenenbildner begann und mit Teil 5 der „Saw“-Reihe als Regisseur debütierte, liefert mit „Dangerous“ zwar filmisch betrachtet einigermaßen ordentliches Handwerk ab, kann es aber nicht verhindern, dass man inhaltlich kaum Überraschungen erlebt. Zu glatt spult sich die mit nervigen Randfiguren angefüllte Allerwelts-Geschichte ab, die man durchaus als Neo-Western-Ableger betrachten könnte, und schon beim Auftauchen der Bösewichte in Dodge City... äh...auf der Insel weiß man, wie das Ganze ausgehen wird. Regelrecht verschenkt ist Dylans Krankengeschichte als mörderischer Soziopath, die anfangs viel Raum einnimmt und ab der Minute, in der sein Eingreifen gefragt ist, kaum mehr relevant bzw. nur noch für Witzeleien wie den Telefonaten mit seinem Psychiater – gespielt von Mel Gibson – gut ist. Und ganz wie sein Vater spielt Scott Eastwood seine dadurch eindimensionale Rolle mit Ironie routiniert runter und gibt den mitunter einsilbigen Action-Helden von der Stange. Und wenn dann als Giveaway noch ein geheimnisvolles U-Boot durch den Film geistert, fühlt man sich glatt an einen alten Alistair-Maclean-Roman erinnert – noch was von der Stange. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Famke Janssen, Kevin Durand, Tyrese Gibson u. a.
Ab 17. Februar 2022 als Video-on-Demand und ab 24. Februar 2022 auf Blu-ray und DVD erhältlich.
© Selbstverlag Frank Trebbin