Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

23.05.2022
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Review

von Frank Trebbin

Der erfahrene Navy SEAL Harris landet in Begleitung der jungen Militär-Analystin Zoe auf einer geheimen US-Airbase auf einer polnischen Ostsee-Insel. Ihr Auftrag: Einen hier festgehaltenen britischen Staatsbürger namens „Mansour“ sicher in die USA zu überführen, wo dieser als Schlüsselzeuge vernommen werden soll, weil nur er die Details eines geplanten, kurzfristigen islamistischen Terror-Anschlags auf das Capitol in Washington kennt. Nur wenige Stunden nach Harris‘ Ankunft wird der Stützpunkt jedoch von einer Terroristen-Armee überfallen. Harris muss jetzt nicht nur sein Team und sich verteidigen, sondern auch dafür sorgen, dass Mansour unverletzt bleibt... (Zitat: Pressetext SquareOne Entertainment)

Wie sich ein Navy-SEAL… ein Ex-Marine… ein Cop in bewährter „Stirb langsam“-Manier durch die Reihen von Gegnern kämpft, ist gängiges Topos im Actionfilm und hinreichend bekannt. Was allerdings Regisseur James Nunn aus dieser Prämisse gemacht hat, ist definitiv anders, irgendwie neu und fast schon wahnwitzig. So bezieht sich der Titel seines Films eben nicht auf den einen, möglicherweise letzten Schuss, den der Held üblicherweise noch hat, um den Endgegner zu finalisieren, sondern betitelt hier kongenial den Umstand, auf welche Weise „One Shot“ gefilmt wurde: nämlich quasi in einer Einstellung, so dass der in Echtzeit spielende Film ohne erkennbare Schnitte auskommt. Die Kamera bleibt dabei immer zudem ganz dicht am Geschehen, als Zuschauer ist man mittendrin, verliert aber interessanterweise kaum die die Übersicht – da fragt man sich doch glatt, wie groß der logistische Aufwand gewesen sein muss, dies alles zu planen und zu filmen. Hut ab vor so viel technischer Präzision. So mag zwar die Handlung und die Action, die James Nunn mit seinem „One Shot“ aufbietet, austauschbar und zumindest für Scott-Adkins-Fans eher enttäuschend sein (sehr viel Geballer, wenig Martial Arts), doch als filmisches Experiment ist das alles ziemlich gut gelungen und sehenswert. Bildformat: 2,00:1. Des weiteren mit Ashley Greene Khoury, Ryan Phillippe, Emmaunel Imani, Dino Kelly u. a.


Ab 19.05.2022 digital und ab 27.05.2022 auf Blu-ray und DVD erhältlich.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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