Franks Bewertung

starstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

03.01.2022
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Review

von Frank Trebbin

Weil die 13jährige Anna von ihrer berufstätigen und alleinerziehenden Mutter oft allein gelassen werden muss, soll sich die Nachbarstochter Katy um sie kümmern. So gerät Anna unter den Einfluss einer Dreier-Clique viel älterer Jugendlicher. Als die vier einen Selbstmord beobachten und so auf die Legende der Pik-Dame stoßen, die man zwecks Erfüllung eigener Wünsche in einem Spiegel heraufbeschwören soll, willigt Anna ein, dieses Ritual zu vollziehen. Nur ein blöder Scherz? Wohl kaum, denn kurze Zeit später sterben ihre neuen Freunde unter ominösen Umständen...

Das mit diesen urbanen Legenden ist so eine Sache. Der Candyman ist unangefochten einsame Spitze, der Killer mit der Hakenhand geht auch immer – doch wer bitteschön soll die Pik-Dame russischen Ursprungs sein, die zudem noch mit einem ach-so-austauschbaren Spiegel-Ritual zu erwecken sein soll? „Queen Of Spades“ ist das englischsprachige, preisgünstig in einer gesichtlosen kanadischen Großstadtsiedlung abgedrehte Remake des unter gleichlautendem Titel im Westen veröffentlichten russischen Billig-Horrorfilms „Pikovaya dama“ von Svyatoslav Podgaevskiy aus 2015. War dem Vernehmen nach bereits das Original kein Quell der (Horrorfilm-)Freude, so legt der 2021er „Queen Of Spades“ wohl das Ganze noch ein Level tiefer. Schnarchige Füllszenen und ein Schreckensszenario, das abgestandener kaum sein könnte, summieren sich zu einem langweiligen Frau-im-Spiegel-Horrorstück, das zudem die eigentliche Triebfeder der Geschichte, nämlich das Mutter-Tochter-Drama, nie richtig bedient. Budgetbedingt geizt Regisseur Patrick White zudem noch auf inszenatorischer Ebene mit dem Einsatz von ausgeklügelten Spezialeffekten. Uninteressant. Bildformat: 2,35:1. Mit Ava Preston, Eric Osborne, Jamie Bloch, Kaelen Ohm u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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