Franks Bewertung

starstarstarstar / 8

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Duane und Belial sind Zwillingsbrüder– doch leider keine normalen. Belial ist nämlich nur ein bizzar-verwachsener Seitenableger seines völlig gesunden Bruders. Als die beiden operativ getrennt wurden, sollte Belial eigentlich in die Mülltonne wandern. Sein Überleben verdankt er jedoch dem Mitleid einer Hausangestellten. Im Korb versteckt gehalten, stiftet er seinen Bruder Duane zu einem Rachefeldzug an den Ärzten an, denen er seine Abnabelung verdankt. Und diese Rache wird besonders blutig.

Frank Henenlotter hat mit „Basket Case– Der unheimliche Zwilling“ einerseits einen sowohl spannenden als auch ironischen No-Budget-Streifen gedreht, der den schwarzen Humor des Horrorfilms der 80er Jahre vorwegnimmt. Andererseits darf man die versteckte Kritik des Films zum Verhältnis der Gesellschaft zu Behinderten nicht übersehen, die Henenlotters Debüt durchaus diskussionwert macht. „Basket Case– Der unheimliche Zwilling“ markiert sicherlich unter beiden Aspekten den Wendepunkt zum zeitgenössischeren Genrebeitrag, wobei aber nicht außer Acht gelassen werden sollte, daß Henenlotter bewußt die Grenzen des guten Geschmacks zu sprengen versucht hat. Die Widmung des Streifens an Herschell Gordon Lewis ist in Verbindung mit den graphischen Splatterszenen ein eindeutiges Aushängeschild für Hard-Core-Horror erster Klasse. Hierzulande gibt es von „Basket Case– Der unheimliche Zwilling“ zwei Fassungen: Die alte deutsche Fassung (All-Video) ist uncut, die neue (Starlight) um ca. zwei Minuten gekürzt. Mit Kevin van Hentenryck, Terri Susan Smith, Beverly Bonner, Lloyd Pace u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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