Ein junges Hochzeitspaar kommt in ein Unwetter und findet Unterschlupf in einem riesigen, merkwürdigen Schloß. Dies ist der Sitz des Wissenschaftlers Frank N. Furter, der ein leidenschaftlicher Transvestit ist und an der Schaffung künstlichen Lebens arbeitet. Ihm zur Seite steht Riff Raff, ein buckliges Faktotum, der irgendwann gegen seinen meister intrigiert und damit eine Katastrophe mit Rocky, dem Geschöpf Furters, auslöst…
Nein, nein, keine Angst, dies ist keine billige Verarschung unserer vielgeliebten Klassiker, sondern eine in den Kultstatus erhobene Musikkomödie, die sich der bekannten Vorbilder bedient, um einen illustren Reigen um Travestie, Klamauk und Rock’n’Roll in Gang zu setzen. Der Film und das zugrundeliegende Theaterstück sind schon zur Legende und zur eigenständigen Jugend-Subkultur geworden, denn die Namen Frank N. Furter und Riff Raff sind fast jedem von uns geläufig. Spannung und Gänsehaut darf man allerdings von „The Rocky Horror Picture Show“ nicht erwarten, sondern eher schrille, schillernde, nie langweilende Unterhaltung mit einem Soundtrack, der mehr Ohrwürmer enthält, als die neueste Harold-Faltermeyer-Filmmusik. Der exzessive Kult, der um den Film betrieben wird (z.B. kleiden sich einige Zuschauer in abgeschauten Kostümen, man schmeißt Reis und wedelt mit Wunderkerzen), hat dazu geführt, daß Jim Sharmans Werk kaum noch in den Kinos gezeigt wird. Hierzulande ist „The Rocky Horror Picture Show“ nur als OF oder OmU erhältlich, weil man –lobenswerterweise– auf eine Eindeutschung der Lieder verzichtet hat. Mit Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Richard O’Brien u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin