London. Zehn Jahre und ein Kind später nachdem sich Rick O’Connell und Evelyn kennen und lieben gelernt haben (vgl. „Die Mumie“) schnallt sich Sohnemann Rick das von einer Expedition stammende magische Armband des legendären altägyptischen Kriegers „Scorpion King“ über und löst damit eine Kette verhängnisvoller Dinge aus: Imhoteps Mumie wird wiederum von seinen Anhängern zum Leben erweckt und in der Sahara steigen die hundsköpfigen Krieger des Anubis aus ihren sandigen Gräbern. Als dann auch noch Rick von Imhoteps Schergen entführt wird, ruft das Ricks und Evelyns Lust auf ein neues Abenteuer auf den Plan...
„Haarsträubend“ wäre das richtige Wort, um die zusammengeschusterte Handlung, die – im Gegensatz zum Original – einzig und allein als Alibifunktion für die vielen, vielen CGI-Effekte dient, zu umschreiben, denn in „Die Mumie kehrt zurück“ geht es so temporeich und Cliffhanger-mäßig zu, dass selbst Indiana Jones Schwierigkeiten hätte, Imhoteps Spuren aufzunehmen. Die Folge dieser irrwitzigen Geisterbahnfahrt ist allerdings ein gewisses Jetzt-klinke-ich-mein-Gehirn-aus-Bedürfnis beim Zuschauer, mit dem dann schnell erreicht wird, über einige logische Fehler der Geschichte hinwegzusehen. Stephen Sommers beweist mit dieser vom Standpunkt der Produzenten verständlichen Blockbuster-Fortsetzung eigentlich nur, dass er ein williger Erfüllungsgehilfe der Special-Effects-Techniker ist. So richtig gute Geschichten kann er nicht erzählen. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Mit Brendan Fraser, Rachel Weisz, John Hannah, Arnold Vosloo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin