Ein skrupelloser Bauunternehmer ließ das elterliche Haus des jungen Eric abbrennen, damit auf dem Gelände ein großes Einkaufszentrum errichtet werden konnte. Nun spukt Eric, den das Feuer stark entstellt hat, in dem riesigen Komplex umher und tötet jeden, der seiner früheren Freundin Melody zu nahe kommt. Melody ahnt jedoch davon nichts, bis sie von Eric in die unterirdischen Kellerräume entführt wird.
Dies ist die typisch amerikanische, auf Teenagerniveau spielende Variante des klassischen Stoffes „Das Phantom der Oper“ von Gaston Leroux. Im Gegensatz zu der „fast“ werkgetreuen Verfilmung von Dwight H. Little mit Robert Englund (siehe: „Das Phantom der Oper“, 1989) kommt „Phantom Nightmare“ viel platter und farbloser daher. Obwohl der Film mit einem rasanten Body-Count beginnt, der, wenn er weitergeführt worden wäre, sicherlich einen Rekord eingeheimst hätte, verflacht er doch zusehends in der zu dick aufgetragenen tragischen Liebe zwischen Eric und Melody. Was den Hardcore-Fan erfreuen kann, ist die Tatsache, daß der Film hierzulande uncut zu begutachten ist und die wenigen F/X einigermaßen originell und blutig sind. Ansonsten bietet Richard Friedman nur den üblichen, mit Teenie-Witzen vermischten Slasher-Horror. Alternativtitel: „Phantom des Todes“. Mit Derek Rydall, Kari Whitman, Ken Foree, Rob Estes u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin