Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der Ort: eine Gefängniszelle. Die Personen: vier Kriminelle mit unterschiedlicher Vergangenheit und charakterlich so verschieden wie Sommer und Winter. Doch eins wollen alle: die Flucht. Da findet Carrère hinter einem losen Mauerstein ein Buch aus den 1920er Jahren, in dem ein Gefangener von einst beschreibt, wie er mittels schwarzmagischer Formeln entkommen konnte. Die Inhaftierten nutzen diese Chance, doch was sich ihnen bietet ist nicht die Flucht sondern eine neue Hölle...

Zugegeben, es ist schwierig, sich mit Eric Valettes „Malefique“ (den deutschen Zusatztitel lassen wir mal hübsch bleiben) so richtig anzufreunden, denn immerhin ist der Film trotz seiner interessanten Geschichte oftmals langweilig, skurril und ohne große Verve. Doch halt: gibt es da nicht auch Momente tiefschwarzen Humors, die diese sehr europäisch erzählte „Cube“-Variante (tut mir leid, ein besserer Vergleich ist mir partout nicht eingefallen) auf ein Level hebt, welches den typischen US-Slasher-Schmarrn weit hinter sich läßt? Nun ja, phantastisch geht es in „Malefique“ wahrhaftig zu und das grimmige Ende ist allemal besser als diese verlogenen Happy Ends im Mainstream-Kino, doch ob sich Eric Valette mit diesem sehr persönlich erscheinenden Horrorfilm für weitere Projekte empfehlen konnte, bleibt abzuwarten. Ihr merkt: „Malefique“ ist wirklich nicht einfach zu händeln. Auf DVD 16:9. Mit Gerald Laroche, Philippe Laudenbach, Clovis Cornillac, Dimitri Rataud u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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