Als Chris Neville, ein heruntergekommender Regisseur, dessen letzter Film ein Mißerfolg war, einen Mord im Lustrausch begeht, versucht er, seine Tat in seinem nächsten Film im wahrsten Sinn des Wortes zu verarbeiten. Der von der Polizei verdächtigte Ehemann des Opfers kommt dem Regisseur nach einigen weiteren Morden jedoch auf die Schliche.
Sicherlich ist Larry Cohens düsterer Thriller einer der interessantesten Einstiege in das Hollywood-Intern-Subgenre seit „Alles über Eva“ von Joseph L. Mankiewicz aus dem Jahre 1950 und zugleich auch einer der makabersten. Abgesehen von der Snuff-Thematik wird die gängige Thrillerhandlung hier mit sarkastisch-zynischen Zwischentönen vermischt und durch zwei relativ harte Morde ergänzt. Larry Cohen, dessen wirkliche Karriere erstaunliche Paralellen zur der Nevilles aufweist (sollte „Hollywood Kills“ etwa autobiografische Züge tragen und für Cohen eine Art Vergangenheitsbewältigung darstellen?), hat hier seinen besten und zugleich aussagekräftigsten Film abgeliefert. Mit Zoe Tamerlis, Eric Bogosian, Brad Rijn, Kevin O’Connor u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin