Kommissar Rolf Spiekermann macht, nachdem er die Hamburger Polen-Mafia zerschlagen hat, mit seiner Familie Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum. Doch schon am ersten Tag gibt es Ärger mit zwei bezahlten Schlägern. Zum Glück ist Olaf, ein junger Tramper, zur Stelle. Die Spiekermanns lassen Olaf aus Dankbarkeit auf ihrem Grundstück zelten und ahnen nicht, daß sie damit einem Psychopathen quasi ihren Hausschlüssel in die Hand gedrückt haben...
Auch wenn der fürs Fernsehen hergestellte "Tod auf Amrum" nur eine Summation kräftig durchgemixter Motive aus Psychothriller, Familiendrama und Kriminalfilm darstellt (und darüberhinaus sogar noch ein Remake von "Sommer der Angst"), so ist er doch trotz abgedroschenen Inhalts bis zum Schluß richtig spannend und unterhaltsam. Zum einen liegt dies an den unverbrauchten Darstellern und zum anderen daran, daß Konrad Sabrautzky auf inszenatorischer Ebene die Schlaglöcher des Drehbuches geschickt umschifft. Außerdem folgt man als Zuschauer gerne jener falschen Fährte, die die ins Unheimliche kulminierenden Ereignisse auf Amrum als Racheakt des polnischen Gangsterbosses verstanden wissen wollen. Doch weit gefehlt: Olaf hat da nämlich "die Hand an der Wiege!". Im TV matted (1,78:1). Mit Christian Berkel, Andrea Sawatzki, Tobias Nath, Ute Willing u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin