Wenn schon Holmes und Watson anfangs als Sauna-Freunde eigeführt werden, darf man eigentlich gespannt sein, was danach kommen mag. Doch trotz einiger kleinener neuer Schlenker bin ich der festen Überzeugung, daß der geneigte Leser den Stoff dieser Arthur-Conan-Doyle-Adaption zur Genüge kennt, weshalb ich dann gerne auf eine Inhaltsangabe verzichte und mich gleich ins kritische Getümmel stürze. Im Gegensatz zur kanadischen Produktion (fast!) gleichen Titels aus dem Jahre 2000 stimmen in dieser BBC-Ausstrahlung wenigstens die Drehorte, mit denen doch ein Großteil der durchaus als bemüht anzusehenden Stimmung bestritten wird. Eine echte Überraschung an diesem „Sherlock Holmes: Der Hund der Baskervilles“ sind die Make-Up-Effekte, die doch eindeutig dem seichteren Splatterfilm entlehnt sind und für ein Maß an Naturalismus sorgen. Der titelgebende Hund ist weitesgehend eine CGI-Kreatur, die ähnlich wie in „Pakt der Wölfe“ beim näheren Hinsehen doch etwas enttäuscht. Fazit: Die Hammer-Verfilmung aus dem Jahre 1958 ist und bleibt die beste. Im TV matted (1,7:1). Mit Richard Roxburgh, Ian Hart u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin