Die Archäologin Sam, Enkelin des Wissenschaftlers, der einst 1949 das sagenumwobene Grab des Talos in Ägypten entdeckte, sorgt 1999 dafür, daß der Sarkopharg des Talos, in dem sich anstatt Mumie nur ein paar alte Mullbinden befinden, nach London gebracht und ausgestellt wird. Als sich – wie in einer alten Legende geweissagt – eine Handvoll Planeten in einer bestimmten Konstellation befinden, erwacht der Geist des Talos zum Leben, die Mullbinden fliegen ziellos umher und in London liegen ein paar Leichen herum, denen einige Organe fehlen...
Inspirations- und einfallslos kommt auch dieser neuerliche feuchte Furz von Russell Mulcahy, der – so glaubt man kaum – einst dem "Highlander" zur Geburt verhalf, daher und verfliegt in der Horrorfilmgeschichte genauso schnell wie er in den Bäuchen der Produzenten von diesem Mist herangegärt ist. Das flotte Tempo, das Mulcahys Inszenierung vortäuschen will, dient nur dazu, ein Wirrwarr an Handlung zu fabrizieren (Drehbuch: ebenso Mulcahy), die absolut ignorant gegenüber jeglichen Genreregeln ist. Selbst die von KNB Group intonierten Spezialeffekte (angeblich soll die Verleihfassung cut sein) sind nur dazu angetan, das Maß an unfreiwilligem Humor rekordverdächtig hochzuschrauben. In Nebenrollen werden verbraten: Christopher Lee, Honor Blackman und Barbara Steele (sic!). Mit Jason Scott Lee, Louise Lombard, Michael Lerner u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin