Nach außen hin scheinen die Mooneys eine stinknormale Familie zu sein, doch hinter der gutbürgerlichen, viktorianischen Fassade verbirgt sich ein Hort voller sabbernder Irrer und Sadisten: Im Keller des Hauses treibt der derangierte Malcolm Mooney sein Unwesen, im ersten Stock hat seine rattenliebende Schwester Monica ihr Zimmer und Vater Mooney siecht im Bett des Schlafzimmers dahin. Nur die hübsche Diana scheint ein wenig aus dem Rahmen zu fallen– wenn da nicht ihr Verlobter wäre, der sich in Vollmondnächten in einen Werwolf verwandelt…
Und noch einer dieser Milliganschen Kostüm-Horror-Schinken. Eigentlich wollte der New Yorker Independant-Filmer in England einen waschechten Werwolffilm herunterkurbeln, doch leider kamen nur ca. sechzig Minuten brauchbares Material dabei heraus. Deswegen drehte er auf seinem Anwesen auf Staten Island eine Handvoll Szenen mit den Rattenmenschen nach– was ihm eigentlich gerade recht kam, denn zu der Zeit lief „Willard“ mit großem Erfolg im Kino. Der Titel „The Rats Are Coming! The Werewolves Are Here!“ war schnell gefunden, und so pushte Produzent William Mishkin diesen billigen 16-mm-Film hurtig in die Lichtspielhäuser. Daß bei einem solchen Schund allerdings das Publikum scharenweise ausblieb, dürfte jedem von vornherein klar gewesen sein. Peinlich miese Maskeneffekte, gestelzte Dialoge und ein heilloses Kameragewackel bestimmen den Gesamteindruck eines Horrorfilms, der einem wirklich Schauer über den Rücken jagt. Mit Hope Stansbury, Jackie Skarvellis, Jacqueline Skarvellis, Noel Collins u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin