Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

In Detroit bringt ein geisteskranker Mörder nach und nach mehrere Priester und Nonnen um. Neben den Leichen findet man stets einen Rosenkranz. Pater Koesler sieht sich eines Tages dem Täter im Beichtstuhl gegenüber, der ihm weitere Morde ankündigt. Weil er jedoch durch das Beichtgeheimnis zum Schweigen verpflichtet ist, macht sich Pater Koesler auf, den Mörder selbst zur Strecke zu bringen. Daß er sich dabei in höchste Lebensgefahr begibt, weiß der Geistliche nur zu gut…

Stellenweise hochspannender Psychothriller mit hervorragenden darstellerischen Leistungen und einer intelligenten und schockierenden Geschichte, die die Vorschriften der katholischen Kirche hinterfragt. Zwar ist „The Rosary Murders“ eher wie ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem offenbar irren Killer und Pater Koesler aufgebaut, doch die Darstellung der Morde und die makabre Auflösung lassen Fred Waltons Film an der Grenze zum Horrorgenre stehen. Walton hat es dabei aber allemal verstanden, den Inhalt nicht nur spekulativ auszubeuten, sondern auch Fragen nach der Wirksamkeit kirchlicher Regeln in der heutigen Zeit aufzuwerfen. Dadurch gewinnt „The Rosary Murders“ an Glaubwürdigkeit und kann sich durchaus mit anderen „ernsthafteren“ Highlights des Psychothrillersubgenres messen. Alternativtitel: „Der Mörder mit dem Rosenkranz“. Mit Donald Sutherland, Charles Durning, Belinda Bauer, Josef Sommer u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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