Tony surft gerne im Internet und so stößt er auf eine Seite, die ihn auch prompt fragt: „Willst Du mit mir spielen?“. Natürlich bestätigt Tony diese Frage, ohne zu ahnen, daß dieses „Spiel“ in der Realität bereits auf ihn wartet: Plötzlich verschwinden Freunde, ein nächtlicher Besuch im Zoo wird zum Horror-Trip und eine U-Bahn-Station zur tödlichen Falle, aus der es im wahrsten Sinne des Wortes keinen Ausgang gibt…
Unausgegoren, verstörend, bizarr…vieles fällt einem prompt zu „Who is Watching – Im Auge des Terrors“ ein und nichts davon wird dem Film wirklich gerecht. Mal ist er eine Variation von David Finchers „The Game“, dann gibt es wieder Motive aus der „Scream“-Reihe, einen Hauch Snuff-Movies und aber die Verwirrungen eines Paranoia-Thrillers. So ist es nicht immer einfach, den dünnen roten Faden namens Handlung aufzunehmen und sich in der streckenweise arg gekünstelten Inszenierung zurechtzufinden. Das Finale erinnert ein wenig an Mario Bavas „Blutige Seide“, doch sicherlich hätte der Maestro aus dem augenscheinlich zu vielschichtigen Stoff mehr gemacht als David Alonso, der sich nur auf eine laut tönende Inszenierung im schicken MTV-Stil verlassen hat. Vielleicht gehört aber „Who is Watching – Im Auge des Terrors“ zu jenen Schläfern, die man erst x-mal gesehen haben muß, um sie gut zu finden. Heaven knows. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Mit Antonio Hortelano, Laura Manzanedo, Fernando Andina, Lorenzo Armenteros u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin