Franks Bewertung

starstarstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Robert Kraft wird ehrenamtlicher Leiter des städtischen Friedhofs. Als er durch Zufall auf dem Friedhofsplan ein junges Paar, das gerade eine Doppelgrabstelle gekauft hat, für tot kennzeichnet, passiert etwas Unheimliches: Das Paar stirbt wirklich! Kraft versucht das Ganze mit einem anderen Grabbesitzer– und wieder stirbt dieser in kürzester Zeit. Nach weiteren Fehlkennzeichnungen und den daraus resultierenden Toden ist Kraft völlig irritiert und glaubt daran, daß in ihm eine Kraft schlummert, die die Tode verursacht. Vielleicht funktioniert die Prozedur ja auch andersherum? Kraft kennzeichnet einen Toten für lebendig– und draußen öffnet sich ein Grab…

„I Bury the Living“, der leider nie den Weg nach Deutschland geschafft hat, ist ein effektiver, kleiner B-Horrorfilm, der mit einer vorzüglichen unheimlichen Atmosphäre aufwartet. Einziger Drehort ist der Friedhof und das darauf befindliche Verwaltungsgebäude. Schon alleine die Eingrenzung der Örtlichkeit unterstützt den Wahnsinn, der langsam aber sicher von dem begeistert aufspielenden Richard Boone Besitz ergreift. So kann man dann auch Albert Bands Streifen als ein Porträt der Möglichkeiten des geistigen Verfalls bezeichnen, das lediglich durch den recht schwachen Schluß an Intensität verliert. Kamera und Musik bilden eine homogene Einheit, die den Horror noch um ein Vielfaches verstärkt und erlebbarer macht. Trotz billigster Produktionsverhältnisse ist „I Bury the Living“ ein kleines Juwel des Phantastischen Films geworden. Einmal mehr ist der Beweis erbracht, daß Originalität und Innovation mehr Wert haben als ein Dollar-Regen der Produzenten. Mit Richard Boone, Theodore Bikel, Peggy Maurer, Russ Bender u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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