Jane Emelin erbt die Wohnung ihrer kürzlich verstorbenen Tante. Gern zieht die junge Frau in das alte New Yorker Mietshaus ein, denn ein gemeinsames Leben mit ihrem älteren Freund Greg Harrison scheint sie ab zu schrecken. Kaum eingezogen, registriert Jane, welch skurrile Typen sich da als Nachbarn präsentieren. Den größten Ärger hat sie allerdings mit der "unsichtbaren" Mieterin unter sich, denn es hagelt Drohbriefe und Verwünschungen. Es entwickelt sich ein Kleinkrieg zwischen Jane und der Bewohnerin des vierten Stockwerkes, der – wie sollte es auch anders sein – für Jane zur tödlichen Gefahr wird...
Polanskis "Der Mieter" und Hitchcocks "Das Fenster zum Hof" lassen grüssen – und zwar aus ganz luftiger Höhe, denn ich glaube kaum, dass Josh Klausners "The 4th Floor" in der Lage sein wird, jemals diese Postion im Genre einzunehmen. Angst und Schrecken (und hier meine ich die subtile Spielart der beiden genannten Meister) werden durch krude Schockelemente ersetzt, so dass man wahrlich nicht mehr vom klassischen Thrill reden kann. Die kammerspielartige Inszenierung steuert zwar zielgerichtet auf ein zugegebenermaßen hübsch absurdes Finale hin, doch leider verpufft ein Großteil der Wirkung recht schnell und das Ganze ist zum Ende der Credits hin schon längst vergessen. Einzig Juliette Lewis in der Rolle einer modernen, selbstbewußten Heldin bleibt in Erinnerung. Die Frau ("Natural Born Killers") empfiehlt sich dadurch weiter. Auf DVD 16:9. Des weiteren mit William Hurt, Shelley Duvall, Tobin Bell u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin