Während in Köln ein tödlicher Grippevirus die ersten Opfer fordert, wird der Virologe Reinhard Kessler tot in der Wohnung aufgefunden. Seine Frau Sonja glaubt nicht an den von der Polizei prognostizierten Selbstmord und forscht nach. Eine Spur führt in eine geheime Zweitwohnung ihres Mannes, wo dieser offenbar an dem tödlichen Grippe-Erreger forschte. Für die Kripo ist der Fall dadurch klar, doch Sonja fühlt der Gen-Firma, für die ihr Mann arbeitete, auf den Zahn...
Dieser mit einfachen Mitteln hergestellte Fernsehfilm ist ein umständlich erzählter Viren-(Möchtegern)-Schocker, der sowohl unter seiner Herkunft als auch unter einigen unglaubwürdigen Details leidet. Darüber hinaus ist besonders auffällig, daß "Die Todesgrippe von Köln" nicht etwa das übliche Katastrophenszenario bedient, sondern sich in eine melodramatisch verquaste Mystery-Geschichte flüchtet, die irgendwo zwischen "Akte X" und "Tatort" angesiedelt ist. So gibt es massenhaft verschenktes Potential, jede Menge Langeweile und ein paar ärgerliche filmische Fehler, die einem achtsameren Regisseur nicht passiert wären. Im TV matted (1,66:1). Mit Ann-Kathrin Kramer, Robert Stadlober, Reiner Schöne, Max Herbrechter u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin