Franks Bewertung

o. Bew. / -

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Kunstmaler Ferri ist ein echter Erotomane, der mit seiner Freundin allerlei neckische Spielchen treibt. Als Ferri jedoch in der Nähe von Venedig ein altes Haus bezieht, ist es auch um seinen Verstand geschehen, denn in dem Gemäuer treibt der Geist der verstorbenen Comtessa Wanda sein Unwesen – so scheint es zumindest. Doch hinter dem Mummenschanz steckt Ferris Geliebte, die den Künstler in den Wahnsinn treiben will, um seine Werke besser verschleudern zu können.

Vordergründig ist Elio Petris "Das verfluchte Haus" ein Psychothriller, bei dem sogar noch einige Motive des guten, alten Spukhaus-Subgenres durchgemengt werden. Doch anstatt zielgerichtet in Richtung Horrorfilm zu laufen, hat Petri aus dem Stoff eine gekünstelte, gequirlte Scheiße gemacht, die ihresgleichen sucht. Ähnlich wie Maler Ferri driftet nämlich auch der Zuschauer ob der vielen wirren Szenen in den Wahnsinn ab und sitzt irgendwann ziemlich gaga vor dem Bildschirm. Eine narrative Struktur ist bei "Das verfluchte Haus" ebenso wenig zu erkennen wie irgendein Sinn. Die Sexszenen ertrinken in einer Ausstattung, die wie kaum eine andere die 60er Jahre mit ihrer Pop-Art betont. Kurzum: bizarr und keinesfalls folgenlos genießbar. Im TV letterboxed (1,77:1). Mit Franco Nero, Vanessa Redgrave, Georges Géret, u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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