Eine Art Super-Mond, der der Erde zu nahe kam, hat vor einem Jahr dafür gesorgt, dass sich Millionen von Menschen auf der Welt aufgrund einer bestimmten Veranlagung für eine Nacht in Werwölfe verwandelt und jede Menge Schaden angerichtet haben. Seitdem arbeiten Wissenschaftler daran, die Gründe für diese Präposition zu erforschen und ein Gegenmittel zu finden: ein Mondschutzspray solls richten. Nun steht wieder so ein Mondereignis bevor und Dr. Aranda und sein Team arbeiten fieberhaft mit einigen Probanden vom letzten Jahr. Da läuft im Labor einiges schief, Aranda wird selbst zum Werwolf und die Mitarbeiter Wesley und Amy fliehen durch eine verbarrikadierte Stadt, bei dem jeder auf jeden schießt - egal ob Werwolf oder nicht...
Warum nicht? Mit "Werewolves" stellen Steven C. Miller und sein Drehbuchautor Matthew Kennedy die althergebrachte, traditionelle Werwolf-Thematik auf den Kopf, lassen die Silberkugeln- und Übertragung-durch-Biss-Mythologie komplett außen vor und mixen die haarigen Biester mit einem an "The Purge" erinnerndes Actiongerüst, welches quasi dafür sorgt, dass es mächtig rummst und kracht und der alteingesessene Horrorfilmfan sich kaum Gedanken darüber machen kann, wie hier das gute, alte Mondangeheule verwurstelt wird. Das hört sich jetzt negativ an, ist aber nicht so gemeint, denn "Werewolves" ist tatsächlich ein recht kurzweiliger Spaß geworden, bei dem die Post abgeht. Regelrecht mustergültig ist dabei, dass Steven C. Miller weitestgehend auf handgemachte Special Effects und Animatronics zurückgegriffen hat, so dass man sich trotz der mehr-Action-als-Horror-Ausrichtung von "Werewolves" doch noch irgendwie an jene Zeiten erinnert, als "Das Tier" und "American Werwolf" noch Wegmarken im Genre setzten. Mittendrin finden wir B-Movie-Star Frank Grillo, der wie gewohnt Muskeln zeigt und wie immer solide unterhält. Bildformat: 2,39:1. Des weiteren mit Katrina Law, Ilfenesh Hadera, Lou Diamond Phillips u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin