Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Während der Recherche für ihre Doktorarbeit über moderne Horrormythen stößt Helen Lyle auf das blutige Treiben des „Candyman“, auf dessen Konto angeblich zwanzig Morde im Slumviertel Cabrini Green gehen. Wer fünfmal vor dem Spiegel dessen Namen nennt, so heißt es, der rufe den schrecklichen Killer mit der Hakenhand herbei. Anfangs als reine Legende abgetan, mehren sich die Zeichen, daß es den Candyman tatsächlich gibt. Helen wagt den letzten Schritt und spricht den Namen des Mörders in einen Spiegel: einmal, zweimal, dreimal…

Ok, der „Candyman“ ist nicht „Pinhead“, aber für anderthalb Stunden exzellenten Schrecken ist auch diese Clive-Barker-Adaption gut. Geht es anfangs noch recht mystisch aber unspektakulär zu, wendet sich ab der Mitte des Films das Blatt gänzlich: Der Splatter-Gehalt wird in die Höhe geschraubt und die Action kräftig angezogen. F/X-Techniker Bob Keen darf sich dabei so richtig austoben und hektoliterweise den Himbeersirup vergießen. Ein Großteil der horriblen Wirkung von „Candyman’s Fluch“ wird jedoch durch eine geschickte Abmischung der Musik- und Ton-Kulisse erreicht; drei, vier kräftige Schocks sind dabei 100%ig garantiert. Mit „Candyman’s Fluch“ hat Bernard Rose einen Beitrag für den Erwachsenen-Horror-Markt abgeliefert, der sich durchaus sehen und messen lassen kann. Warum eigentlich gibt es nicht mehr davon? Mit Virginia Madsen, Tony Todd, Xander Berkeley, Kasi Lemmons u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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