Fall River (USA) am 4.8.1892. Die junge Lizzie Borden wird neben den grausam zugerichteten Leichen ihrer Eltern gefunden. Lizzie wirkt verstört und klardenkend zugleich. Gegen sie wird der Prozeß gemacht, bei dem sich die Geister scheiden. Ist Lizzie Borden eine kaltblütige Doppelmörderin oder nur das Opfer widriger Umstände?
Der für das Fernsehen produzierte „Lizzie Bordens blutiges Geheimnis“ ist eine schmackhafte Mischung aus True-Crime-Cinema, Gerichts- und Psychothriller. Durch die Einfügung solch effekthascherischer Motive wie Kindesmißhandlung und Nekrophilie (alles nur angedeutet!) gerät Paul Wendkos’ Film schnell in das Fahrwasser billiger Exploitation. Und wenn dann auch noch –zumindest für TV-Verhältnisse– die Morde blutig ausgespielt werden, dann rückt er sogar in die Nähe des Horrorgenres. Die Handlung beruht übrigens auf Tatsachen, nur in der Auflösung des Falles hat der Drehbuchautor etwas geflunkert, denn der Doppelmord an Lizzie Bordens Eltern ist in Realität nie aufgeklärt worden. Mit Elizabeth Montgomery, Fionnuala Flanagan, Ed Flanders, Fritz Weaver u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin