Sieben Busreisende geraten auf einer Tour durch Mitteleuropa auf das Schloß des alten Nazi-Generals Baron von Rhuneberg. Dort hören sie von dem Familienfluch, der da besagt, daß jeweils die älteste Tochter einer von-Rhuneberg-Generation dem Teufel als Sukkubus dienen muß. Prompt taucht die Tochter des Hauses auf, die Reisenden sterben wie die Fliegen und der Teufel lacht sich eins ins Fäustchen. Einer der Reisenden, ein Priester, geht dann einen Pakt mit dem Teufel ein, um die Seelen der Getöteten zu retten.
Regisseur Jean Brismée gibt mit „Castle of Death“ sein Regiedebüt– und man muß sagen, daß es schon viel, viel schlechtere gegeben hat. Diese belgisch-italienische Coproduktion ist nämlich ein erstaunlich stimmungsvolles Filmchen, das sowohl vom klassischen Gothic-Horror als auch von dem modernen Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip beeinflußt ist. Sets und Dekorationen (Folterkammern etc.) sind gut gewählt und unterstützen die zum Ende hin merklich irreale Atmosphäre des Films prächtig. Auch der inhaltliche Dreh zum Schluß der Geschichte hebt diesen Euro-Horror ein wenig aus der grauen Masse ähnlich einfach erzählter, den Teufel in den Mittelpunkt stellender Stories. „Castle of Death“ ist bisher nicht in synchronisierter Form nach Deutschland gekommen und liegt mir nur als US-Fassung vor, die offensichtlich nur bei den End-Credits gekürzt wurde. Mit Erika Blanc (= Enrica Bianchi Colombatto), Jean Servais, Daniel Emilfork, Jacques Monseau u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin