Musikprofessor John Russell verliert bei einem Autounfall Frau und Kind. Trauernd zieht er sich aufs Land zurück, wo er ein hübsches Haus gekauft hat. Durch diesen Schicksalsschlag feinfühlig für jegliche spirituelle Annäherungen geworden, entdeckt Russell, daß in diesem Haus vor Jahren ein bisher ungesühnter Mord an einem Kind geschah. Der Mann macht sich daran, den ruhelosen Geist zu befreien, wobei der einflußreiche Senator Carmichael dabei eine dubiose Rolle spielt.
Spannender und intelligenter Gruselschocker, der in ungewohnt altmodischen aber stimmungsvollen Bildern schwelgt. Die mit George C. Scott hervorragend besetzte Hauptrolle verspricht ein erlesenes darstellerisches Vergnügen, was auch voll und ganz erfüllt wird. Die Umsetzung der geisterhaften und unheimlichen Erscheinungen sind handwerklich dermaßen versiert in Szene gesetzt worden, daß sie –obwohl dezent akzentuiert– wirklich erschreckend „real“ wirken. Neben Robert Wises „Bis das Blut gefriert“ und Lewis Allens „Der unheimliche Gast“ aus dem Jahre 1944 ist „The Changeling“ einer der wenigen überzeugenden Geisterfilme des Genres. Umso trauriger stimmt es einen, daß Peter Medaks Film Anfang der 80er Jahre an der Kinokasse wegen des Slasher-Booms gnadenlos unterging. Alternativtitel: „Das Grauen“. Des weiteren mit Trish van Devere, Melvyn Douglas, John Colicos, Barry Morse u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin