Die junge Lehrerin Claire Rousset besucht ihren kranken Mann in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Lyon. Das ganze Dorf ist von einer merkwürdigen Krankheit befallen. Bevor Claire jedoch dem Ganzen auf den Grund gehen kann, vernichtet eine fürchterliche Detonation das gesamte Dorf. Nur sie kann überleben. Als sie nach der Katastrophe zuviele Fragen stellt, wird sie vom französischen Geheimdienst verfolgt.
„Death Town“ ist ein pessimistischer Ökothriller, der ähnlich wie George A. Romeros „Crazies“ (aber bei weitem nicht so spektakulär blutig) die Machenschaften von Regierungen hinsichtlich ihrer Umweltpolitik anprangert. Der bekannte franko-italienische Filmemacher Robert Enrico, der auch in seinem bisherigen Werk keine Scheu vor heiklen Stoffen zeigte, arbeitet hier eher im Stil sattsam bekannter US-Katastrophenfilme, wobei aber trotzdem die Aussage nicht aus den Augen verloren geht. Der Actiongehalt ist gut über die gesamte Lauflänge verteilt und das passable Spiel der Besetzung läßt einige dramaturgische Patzer leicht vergessen. „Death Town“ ist eine erschreckend realitätsnahe Horrorvision, die durch Ereignisse wie Tschernobyl oder Harrisburg nur in ihrem Wahrheitsgehalt bestätigt wird. Mit Sabine Azema, Richard Anconina, Hélène Surgère, Jacques Nolot u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin