Doktor Edward Pretorius, ein sadomasochistisch veranlagter Wissenschaftler, experimentiert mit einer Maschine, die ihm den Zugang zu neuen Dimensionen öffnet. Durch die Arbeit an diesem „Resonator“ gelangt ein außerirdisches Ungeheuer auf die Erde, das sich seiner bemächtigt und ihn tötet. Sein Assistent Crawford Tillinghast gerät daraufhin unter Mordverdacht. Um seine Unschuld zu beweisen, wiederholt Crawford unter Aufsicht der Psychologin Katherine McMichaels die Experimente mit dem „Resonator“. Ein folgenschwerer Entschluß– wie sich schnell herausstellt…
Stuart Gordon greift nach seinem Überraschungserfolg „Re-Animator“ noch einmal in die bewährte Trickkiste der Lovecraftschen Motive und zaubert ein Kammerspiel für wenige Personen zutage, welches morbide und besessene Wissenschaftler an der Schwelle bahnbrechender Erkenntnisse, sexuelle Obsessionen und greuliche Schrecken zeigt. Das Ergebnis ist ein wahrhaft schauriger und düsterer Film, der echten B-Movie-Horror bietet und der literarischen Arbeit Lovecrafts einigermaßen gerecht wird. Das Ganze ist dann noch mit perfekt in Szene gesetzten Ekeleffekten unterlegt, so daß ein gelungener Hardcore-Abend garantiert ist. Dennoch kann Gordon mit „From Beyond“ künstlerisch nicht an sein berühmten Erstling anknüpfen. Die deutsche Fassung ist –man staune– uncut. In England hat man lediglich zwei kurze Einstellungen entfernt. Alternativtitel der gekürzten TV-Fassung: „Aliens des Grauens“. Mit Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ken Foree, Ted Sorel u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin