Kolumbien. Eine kleine Expedition von jungen Anthropologen, die den Nachweis erbringen wollen, daß es keine Kannibalen mehr gibt, gerät zunächst an eine andere Gruppe, die von einem edelsteinsuchenden Drogendealer angeführt wird, und schließlich mit diesen zusammen in die Hände besagter Ureinwohner, die es angeblich ja nicht mehr geben soll. Die Kannibalen rächen sich unterschiedslos an allen Weißen wegen der ihnen entgegengebrachten Grausamkeiten…
In der blutigen Reihe der Kannibalenfilme stellt Umberto Lenzis Schocker zusammen mit „Nackt und zerfleischt“ den fragwürdigen Höhepunkt des Subgenres dar. Reißerisch vermarktet, appelliert „Die Rache der Kannibalen“ in seiner beispiellosen Grausamkeit an niedrige Instinkte und dürfte deshalb nur Gore-Hounds so richtig interessieren. Will man den Werbensprüchen des Verleihs Glauben schenken, so vollzieht sich durchschnittlich alle drei Minuten Gewalt an Mensch oder Tier. Weil sich der Film herb realistisch und relativ distanzlos gibt, mildert nichts die Schärfe der Gewaltverherrlichung und des Rassismus, der in der Darstellung der „Eingeborenen“ einen traurigen Tiefpunkt erreicht. In Österreich ist eine deutsch synchronisierte Uncut-Fassung unter dem Titel „Make them Die Slowly“ erschienen. Mit John Morghen, Brian Redford, Lorraine de Selle, Zora Kerowa u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin