Irgendwann nach dem großen Knall: Die Erde ist eine Wüstenei geworden, in der es seit dreizehn Jahren nicht mehr geregnet hat, und Wasser steht höher im Kurs als Gold. Der brutale „Wanderprediger“ Derek überfällt mit seinen „Jüngern“ die Kolonie „Lost World“, die im Besitz einer Wasserquelle ist. Jahr für Jahr wiederholt sich das Ganze. Da suchen sich die Bewohner von „Lost World“ ein paar Söldner, die ihre Ansiedlung vor den Banditen schützen sollen…
Wie kann sich bloß ein Regisseur, der mit „Eine Witwe mordet leise“ die subtilen Töne eines guten Psychothrillers anklingen lassen konnte, nur so erniedrigen, um solchen Schund zu drehen? Offenbar herrschte jedoch nicht nur in Lee H. Katzins Geldbeutel gähnende Leere, sondern auch in seinem Hirn, denn sonst hätte er erkennen müssen, es hier nur mit einem billigen „Die sieben Samurai“-Abklatsch im Science-Fiction-Gewand zu tun zu haben. Jegliche ironische Untertöne, die „Lost World– Die letzte Kolonie“ erträglicher gemacht hätten, fehlen gänzlich. Die Actionszenen sind ziemlich lächerlich, und so stört es nur wenig, daß die deutsche Fassung heftig geschnitten wurde. O. g. Laufzeit ist ohne Endcredits. Mit Bruce Dern, Michael Paré, Adam Ant, Catherine Mary Stewart u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin