Die Studentin Regina macht Ferien im „Red Wolf Inn“, einer am Meer gelegenen Gaststätte, die von einem älteren Paar und ihrem merkwürdigen Enkelsohn geführt wird. Als einige der anderen Gäste verschwinden, hegt Regina einen schrecklichen Verdacht. Und richtig: Die Ermordeten tauchen als Hauptspeise beim Mittagessen wieder auf, denn die Betreiber des „Red Wolf Inn“ sind Kannibalen.
Der Film ist eine makabre Poesie des Schreckens, die in einigen Momenten die brillante Mischung aus grimmigen Humor und blankem Entsetzen, die in „Ketten-Sägen-Massaker“ perfektioniert wird, vorwegnimmt. Regisseur Bud Townsend bearbeitet den Stoff mit viel Feingefühl und einem sicheren Gespür für kleine Gesten und Schocks. Anders als in seinen bisherigen Filmen geht er locker an die Sache heran und schafft es dadurch, eine Atmosphäre heraufzubeschwören, die geschickt die volle Bandbreite modernen Horrors ausnutzt. Obwohl „Terror at Red Wolf Inn“ mit einem minimalen Budget realisiert worden ist, kann der Film auch von der technischen Seite her überzeugen: Kamera, Licht und Musik sind optimal eingesetzt und ergänzen sich wunderbar. Ergebnis: Bud Townsends Zivilisations-Kannibalen-Streifen ist ein kleines Juwel des Horrorkinos. Mit Linda Gillin, John Neilson, Mary Jackson, Arthur Space u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin