Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

In der Wüste von New Mexico hat es 1945 einige Atombombenversuche gegeben. Durch die radioaktive Strahlung mutierten ein paar Ameisen zu riesigen Vertretern ihrer Gattung heran und konnten sich fortpflanzen. Neun Jahre später treibt es diese monströsen Insekten aus ihren Bauten, und sie überfallen ein paar Durchreisende. FBI und Armee rücken an und räuchern die Ameisen aus. Doch leider konnten zwei Königinnen entkommen. Eine von ihnen wird auf einem Frachter auf hoher See entdeckt, der kurzerhand versenkt wird. Die andere hat es sich in der Kanalisation von Los Angeles gemütlich gemacht, wo sie ein Ei nach dem anderen produziert. Wieder rückt die Armee an…

Gordon Douglas’ „Formicula“ kann man auf zwei verschiedene Arten „genießen“: 1) als verkappte Warnung vor Atomtests sowie der „roten“ Gefahr und als Hurra-Geschrei auf die Armee, die da alles richtet, oder 2) als reinen, fast unschuldigen Monsterfilm, der einfach nur bis zur letzten Minute zu unterhalten vermag, denn nicht nur das Filmmaterial ließ lediglich ein Schwarzweiß zu, sondern auch die einfach gestrickte Figurenkonstellation, die typischen Handlungsabläufe eines Creature-Movies und das prätentiöse Ende mit der Rettung der Menschheit und dem Tod des Helden. Und gerade die Naivität, die hinter dem Ganzen steckt, macht den Charme dieser Produktion aus, denn seien wir doch mal ehrlich: LKW-große Ameisen sind auch heute noch der Stoff, aus dem vorpubertäre Alpträume gestrickt werden, oder? Ich jedenfalls finde „Formicula“ immer noch schön gruselig. Mit James Whitmore, Edmund Gwenn, Joan Weldon, James Arness u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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